Interview mit Annette Mueller von BerlinerHonig

Berliner Honig Interview

Das Foto ist letzten Herbst in der Niederlausitz entstanden – zwischen Berlin und Dresden. In meinem Körbchen finden sich nicht nur wunderschöne Äpfel und Birnen sondern auch Hagebutten und gesammelte Eicheln.

Bitte stellen Sie sich vor:
Ich bin Annette Mueller und habe im Sommer 2010 gemeinsam mit Berliner Imkerfreunden www.berlinerhonig.de ins Leben gerufen. Ich bin eine leidenschaftliche Bienenbewunderin, Imkerin, Honigverkosterin und Naturliebhaberin.

Bitte beschreiben Sie uns das Ziel Ihrer Initiative / den Zweck Ihres Unternehmens:
Durch Monokulturen und Pestizide haben wir in den letzten 10 Jahren über 30% der Bienen verloren. www.berlinerhonig.de ist eine Initiative von Berliner Imkern, die sich dafür einsetzen, dass es wieder mehr Bienen gibt, das Imkerhandwerk gestärkt wird und Honigliebhaber den ursprünglichen Geschmack von Honig aus der Region wiederentdecken.

Welche Rolle spielen dabei die Streuobstwiesen?
Wir unterstützen die Streuobstwiesen Initiative, weil Streuobstwiesen eine der wichtigsten Lebensräume für unsere Bienen sind. Durch die große Blütenvielfalt stärken Sie das Immunsystem der Bienen und machen den Honig besonders aromatisch.

Was sollte Ihrer Meinung nach jeder über Streuobstwiesen wissen?
Im Frühjahr ist der Lebensraum der Bienen die Streuobstwiese. In den Blüten von Apfel-, Birnen-, Pflaumen-, Kirschen- und Quittenbäumen finden die Bienen reichhaltige Nektarquellen und können sich kugelrund fressen. Doch die Bienen trinken nicht nur den Nektar, sie bestäuben auch die Blüten. Dadurch werden die Früchte groß, dick, saftig, mild im Geschmack und lange haltbar. In Deutschland entspricht die Bestäubungsleistung der Bienen einem volkswirtschaftlichen Wert von 2 Milliarden Euro. Das ist beeindruckend.

Was können wir zusammen noch tun, damit die Streuobstwiesen erhalten bleiben?
Nur wenn Konsumenten Obst und Saft von Streuobstwiesen bewusst nachfragen und regionalen Honig bevorzugen, (ver)stärken wir unsere Obstbauern und Imker. Dann bleiben auch Streuobstwiesen erhalten. Wichtig ist aber auch, dass wieder neue Bäume gepflanzt werden.

Wo finden wir Ihre Lieblings-Streuobstwiese? Was ist an dieser so besonders?
Meine Lieblingsstreuobstwiese ist in meinem Heimatort Doberlug-Kirchhain. An einem kleinen Hügel in Waldesnähe steht ganz unscheinbar einige Apfelbäume. Dazwischen laben sich Hornissen und ganz in der Nähe ist der Bienenstand von einem Imker. Die Blüten im Frühling sehen fantastisch aus und im Spätsommer kann man beobachten wie die Hornissen einfliegen. Ein ganz wunderbarer Platz.

Welchen Preis spenden Sie?
Wir spenden einen Jahresvorrat erntefrischen BerlinerHonig.

http://www.berlinerhonig.de

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1 Kommentar

  1. Kraus Axel

    Hallo, Frau Müller, ich habe 2010 auf meinem Hof meinen alter Traum erfüllt und 4 Bienenvölker aus Schwärmen aufgebaut, System Langstroh
    Da ich im Außenbereich wohnen und alle Pflanzen der Bienenweide habe und viele Trachtpflanzen anbaue soll es rein biologisch bleiben.
    Das Problem Varoa-milbe werde ich anders lösen, da ich nicht mehr als 10 Völker haben möchte, mit Hitze, die Bienen Made stirb bei 56 ´C
    die Varoa Milbe 41 ´C, also aus diesen Fakt baue ich mir etwas, denn die Chemie kann nicht die Lösung sein.

    mit Gruß

    Axel Kraus

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