Interview mit Cornelia Blume von Aquilegia Kräuter & Früchte

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Die Streuobstwiese liegt am südlichen Schönbuchrand über dem Ammertal, teilweise flach, teilweise ansteigend, ca. 40 ar Gründland mit ungefähr 40 Bäumen, hauptsächlich Äpfel, Zwetschgen, Kirschen. Es sind auch zwei Nussbäume und ein Quittenbaum da. Am oberen Rand grenzt der Buchenwald an, was mir immer wieder Besuch von Wildschweinen beschert. Ich arbeite mit einer Bioland-Imkerin zusammen, die immer einige Bienenvölker auf meiner Wiese stehen hat.

Bitte stellen Sie sich vor
Ich bin von Beruf Musikerin, 58 Jahre alt, auf dem Weg zur Heilpraktikerin. Vor 14 Jahren habe ich mit meinem Mann, der vor vier Jahren starb, die Obstwiese übernommen, ohne von Tuten und Blasen eine Ahnung zu haben. Kenntnisse und Fertigkeiten haben wir uns aus Büchern und bei Kursen angeeignet.

Bitte beschreiben Sie uns das Ziel Ihrer Initiative / den Zweck Ihres Unternehmens
Mich treibt der Wunsch an, Menschen wieder in näheren Kontakt mit ihrer natürlichen Umgebung und mit den Wesen, die mit uns diesen wunderbaren Planeten teilen, zu bringen. Das prägt mein Bild von meinem künftigen Beruf als Heilpraktikerin ebenso wie meine Arbeit als Gesangslehrerin und mein sonstiges Engagement. Und darum habe ich auch das Buch über die Streuobstwiesen (“Die Streuobstwiese”, pala Verlag Darmstadt 2010) geschrieben.

Welche Rolle spielen dabei die Streuobstwiesen?
Für das Buch waren sie natürlich die Basis – ohne unsere Streuobstwiese kein Buch.
Und solange meine Tochter kleiner war, haben wir sehr viel Zeit auf der Wiese verbracht, was sie sicherlich geprägt hat. Ich wünsche vielen Kindern solche Erfahrungen. Jetzt arbeite ich langsam andere ein, die jüngere Kinder haben.

Was sollte Ihrer Meinung nach jeder über Streuobstwiesen wissen?
Die Biologie der Streuobstwiese und Grundkenntnisse über ihre Bewirtschaftung sollte in den Schulen gelehrt werden. Ich glaube, dass wir diese Kenntnisse wieder brauchen werden, und zwar nicht nur, um das uns vertraute und lieb gewordene Landschaftsbild zu erhalten, sondern auch als Wirtschaftsfaktor. Auch weil der Faden der Wissensvermittlung von einer Generation zur nächsten abzureißen droht (wenn es nicht schon passiert ist), habe ich das Buch geschrieben.

Was können wir zusammen noch tun, damit die Streuobstwiesen erhalten bleiben?
Wir könnten die Kontrolle über unsere eigene Lebenszeit zurückerobern und dann diese gewonnene Zeit im Freien verbringen, das innere Geplapper abstellen und wahrnehmen, welche Bedeutung die Streuobstwiesen für uns wirklich haben. Alles weitere findet sich dann.

Wo finden wir Ihre Lieblings-Streuobstwiese? Was ist an dieser so besonders?
Am südlichen Schönbuchrand bei Breitenholz/Gemeinde Ammerbuch, Baden-Württemberg. Es handelt sich natürlich um meine eigene. Die Lage am Hang ist zwar anstrengend, aber einzigartig. Besonders der Blick vom oberen Ende herunter über die Wurmlinger Kapelle zum Albtrauf ist paradiesisch.

Welchen Preis spenden Sie?
Ein Exemplar meines Buches

http://www.cornelia-blume.de

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